3D Dok ZUM GREIFEN NAH

Stereofotografie – ein Seh-Erlebnis hoch drei

Die einen sagen verblüfft, „Das ist ja zum Greifen nah!“, die anderen sind vor Überraschung sprachlos.

 

Manche von ihnen erinnern sich noch an die Viewmaster-Scheiben, die mit einer Serie von Miniatur-Dias Kindermärchen erzählten oder die als Andenken an eine Städtereise ihre Sehenswürdigkeiten im handlichen Format festhielten

Etwas zur Geschichte

Dass wir räumlich sehen, weil unsere beiden Augen leicht unterschiedliche sprich verschobene Bilder aufnehmen, die das Hirn zu einem (Raum)bild kombiniert, weiss man schon seit 300 vor Christus. Aber erst mit der Erfindung der Fotografie um 1837 wurde es möglich, stereoskopische Fotografien zu erstellen. Ab 1850 lösten diese ersten Bilder einen regelrechten Boom aus, von da an lagen genügend Anleitungen und Geräte vor, wie stereoskopisch fotografiert werden kann. So entwickelte Brewster 1849 die erste Zweiobjektivkamera. Einige von diesen alten Betrachtern sind in der Ausstellung zu sehen.

Kurz vor 1900 erlosch die erste grosse Begeisterung und konzentrierte sich auf engagierte Stereoskopiker und nicht zuletzt auf gewisse Einsätze in Wissenschaft und Technik.

Die Medizin nutzte das Raumbild für Körperatlasse, in denen pathologische Aufnahmen fein säuberlich bezeichnet wurden und so den Studenten den Körper zugänglich machten. Oder in der Dermatologie gab es Bilder zur Diagnose von Hautkrankheiten. Und schliesslich nutzt auch die Luftaufklärung des Militärs und parallel die Kartographie die Wirkung des räumlichen Bildes.

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